10.11. -- Konzert: DIE ZIVILISATION

Zu Gast im Saal der Westerlandschule:
Konzert: DIE ZIVILISATION
Einlass: 18:30 Uhr
Beginn: 19:00 Uhr
Eintritt frei! / Spenden willkommen.
Diese musikalisch-literarische Aufführung erinnert an das Verbot des Prager „Befreiten Theaters“ am 10. November 1938, das zwischen 1933 und 1938 als bedeutendste antifaschistische Bühne Europas galt.
Das von Jiri Voskovec und Jan Werich gegründete Avantgarde-Theater setzte mit den Kompositionen von Jaroslav Ježek ein starkes Zeichen gegen Intoleranz, Rassismus und Antisemitismus, bevor das Ensemble 1938 ins Exil gezwungen wurde.
Erleben Sie einen Abend mit den wegweisenden Texten und Liedern deren Wirken die europäische Kulturlandschaft bis heute prägt und aus denen sich ein reichhaltiges kulturelles Leben auf höchstem Niveau entwickelte.
Durch das Programm führen Sie
musikalisch begleitet von:
Zuzana Lapcikova (Flügel)
Petr Ruzicka (Violine)
Josef Feco (Bass)
Oli Bott (Vibrafon)
unter der Leitung von Dusan-Robert Parisek.
Anschreiben der Festivalleitung:
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde des Prag-Berlin-Festivals,
wir laden Sie herzlich zu unserer Veranstaltung am Dienstag, den 10. November 2026, um 19:00 Uhr in den PALAST DER KÜNSTE (Prenzlauer Promenade 149–152, Aufgang E, 13189 Berlin-Pankow) ein.
Aufgeführt wird:
„DIE ZIVILISATION“,
Eine musikalisch-literarische Aufführung zur Erinnerung an das Verbot des Befreiten Theaters Prag am 10. November 1938.
Das „Befreite Theater“ (Osvobozené divadlo) galt zwischen 1933 und 1938 als die bedeutendste antifaschistische Avantgarde-Bühne Europas. Die Aufführungen des Ensembles richteten sich mutig gegen Intoleranz, Xenophobie, Rassismus sowie Antisemitismus und fanden europaweit große Beachtung. Erleben Sie einen Abend mit den Texten und Liedern des legendären Künstlertrios Jiří Voskovec (Wachsmann), Jan Werich und Jaroslav Ježek.
Zum historischen Hintergrund:
Der Komponist Jaroslav Ježek wurde am 25. September 1906 in Prag geboren. Er studierte am Prager Konservatorium unter anderem bei dem berühmten Komponisten und Violinisten Josef Suk.
Bereits im Alter von 22 Jahren begann er seine Arbeit am Befreiten Theater, wo er bei denVorstellungen selbst am Klavier saß und das Theaterorchester dirigierte. Zwischen 1928 und 1938 prägte er als Komponist insgesamt 30 Produktionen des Hauses.
Jiří Voskovec und Jan Werich, beide im Jahr 1905 geboren, verband eine tiefe Leidenschaft für die moderne Literatur und die Kunst der Nachkriegsepoche. Prag – die Hauptstadt der auf den Trümmern der österreichisch-ungarischen Monarchie entstandenen Tschechoslowakischen Republik – entwickelte sich in den 1920er und 1930er Jahren zu einem lebendigen Zentrum für modernes künstlerisches Schaffen und politische Toleranz in Europa. Hier gründeten Voskovec und Werich im Jahr 1926 ihr avantgardistisches Theater, das politische und soziale Missstände mit den Mitteln der Komik und Satire aufgriff.
Mit dem Einmarsch der Nationalsozialisten und dem Verbot des Theaters am 10. November 1938 änderte sich alles: Das Trio musste ins Exil fliehen. Der schwerkranke Jaroslav Ježek starb am 1. Jan. 1942 in New York. Jan Werich kehrte nach dem Zweiten Weltkrieg dauerhaft in die Heimat zurück, während Jiří Voskovec später Erfolge am Broadway und in Hollywood feierte – unter anderem im Jahr 1957 als Geschworener Nr. 11 in Sidney Lumets Filmklassiker „Die zwölf Geschworenen“.
Unter Leitung von Dusan-Robert Parisek, spielen, sprechen und musizieren
Oli Bott, Manfred Eisner, Susanne Eisenkolb, Josef Feco,
Zuzana Lapcikova, Antje Rietz, Petr Ruzicka.
Technische Leitung: Ing. Patrick Römer
Schirmherrschaft: S.E. Jiří Čistecký, Botschafter Tschechiens
Unterstützung: Botschaft der Tschechischen Republik, Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds,
Fördervereine Erbe und Zukunft Tschechien und Prag-Berlin-Festival e.V in Berlin.
Der Palast der Künste ist gut über die Busverbindungen Treskowstraße (Bus 255) (Haltestelle Richtung Stadtzentrum 1 Minute entfernt) oder mit der Tram, Prenzlauer Promenade /Am Steinberg (Tram M2) ca. 10 Minuten
entfernt erreichbar.



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